Die Kosten für die Lebenshaltung haben im September, aufgrund der enorm hohen Benzin- und Heizölpreise, nach zwei Jahren ihr Rekordhoch erreicht. Heute teilte das Statistische Bundesamt mit, dass die Lebenshaltungskosten im Vergleich zum vorigen Jahr durchschnittlich fast 2,4 Prozent höher lagen. Von Juli auf August betrug die Preissteigerungsrate noch 1,9% - von August auf September verteuerten sich die Preise um 0,1%.
Am meisten mussten Autofahrer für Benzin- und Dieselpreise bezahlen. Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 8,9% gestiegen. Die Teuerungsrate von Heizöl lag vor einem Jahr noch 3,1% tiefer und auch für Strom muss man mit 7,4% mehr, eine harte Verteuerung hinnehmen. Im Bereich der Lebensmittel mussten Kunden für Butter sogar 43,1% mehr bezahlen, als im Vorjahr. Für Vollmilch werden rund 13,5 Prozent mehr und für Brot und Getreidewaren 3,3% mehr verlangt. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der jährlich für europäische Länder errechnet wird, hat ergeben, dass die Verteuerung gegenüber zum letzten Jahr 2,7 Prozent betragen hat.
Das deutsche Lkw- Maut- System weckt bei einigen Ländern, wie zum Beispiel der USA, Ungarn oder der Slowakei großes Interesse. Vor allem Mary Peters, die US- amerikanische Verkehrs- ministerin, ließ es sich letzte Woche nicht entgehen, sich die Erläuterungen zu diesem Maut- System, vom deutschen Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee anzuhören.
Grund für die Aufklärung über dieses satellitengestützte System ist der, dass die USA eine Erhebung von Mautgebühren auf Fernverkehrsstraßen planen. Diese Straßen sollen allerdings nicht nur für Lkws mautpflichtig sein. Geplant ist die Einführung eines Systems, bei dem die Gebühren in den Hauptverkehrszeiten höher sind, als bei wenig Verkehr. Das deutsche Maut- System wäre mittlerweile im Stande dazu, diesen Entwurf in die Tat umzusetzen.
Die beiden weiteren Länder, Slowakei und Ungarn, haben ebenfalls die Absicht Autobahngebühren mit Satellitentechnik einzufordern. Zu diesem Zweck hat sich auch eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom beworben, da sie eines der Toll- Collect- Mitglieder ist.
Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat sich mit der Zusammenstellung eines neuen Bußgeldkatalogs vermutlich nicht sehr viele Freunde gemacht. Er hat die Strafen nicht gerade mäßig angehoben, sondern „schlägt“ gleich richtig zu. Nicht unbedingt zur Freude von Autofahrern, Automobilclubs und einigen seiner Politikerkollegen. Die letzteren haben vor allem Zweifel am erzieherischen Wert der Anhebung der Bußgelder. Mit dem Entwurf dieses neuen Bußgeldkatalogs hat Tiefensee für mächtig Aufruhr gesorgt.
Beispielsweise müssen Autofahrer, die mit einem Handy am Ohr erwischt werden, nicht mehr nur 40 Euro, sondern ganze 70 Euro bezahlen. Ganze 30 Euro mehr als zuvor muss man bezahlen, wenn man falsch parkt. Mit Einführung des neuen Bußgeldkatalogs muss man demnach 65 Euro Strafe zahlen. Insgesamt liegen die Erhöhungen der Bußgelder zwischen sechzig und einhundert Prozent. Ein großer deutscher Automobilclub ist der Meinung, dass der neue Bußgeldkatalog zur Belehrung dient. Ein vernünftiges Fahrverhalten erlerne man nicht durch die Zahlung von unmenschlichen Bußgeldern, so heißt es.
Der Euro hat am Dienstagabend sein Rekordhoch erreicht. Der Euro stiegt zumindest zeitweise auf 1,3988 US Dollar. Kurz darauf sank die europäische Gemeinschaftswährung auf den trotzdem noch historischen Wert von 1,3987 US Dollar. Grund dafür war die Senkung des Leitzinses in den USA. Aufgrund der Hypothekenkrise, die in den USA ausgebrochen ist, hat die US- Notenbank Fed nach nunmehr vier Jahren die Herabsenkung des Leitzinses erstmalig wieder vorgenommen. Die Senkung belief sich auf einen halben Punkt auf 4,75 Prozent. Durch die drastische Bewegung des Leitzinses wird verdeutlicht, dass die Fed mit jeglichen Mitteln der Verschlechterung der US- Wirtschaft entgegenwirken möchte. Viele internationale Notenbanken, unter anderem die Fed, versuchten die Turbulenzen auf dem Finanzmarkt durch die Investition mehrerer Milliarden zu unterbinden. Diese Turbulenzen bestanden darin, dass sich die Geldinstitute auf dem Finanzmarkt kaum mehr Vertrauen entgegen brachten und sich aus diesem Grund kein Geld mehr geliehen haben. Verantwortlich für diese Vertrauenskrise waren die Probleme am US- Immobilienmarkt, die durch steigende Zinsen und abfallende Häuserpreise entstanden sind.
Die US- amerikanische Immobilien- und Hypothekenkrise hat ihre Spuren hinterlassen. Viele Tausende Arbeiter haben durch sie ihren Arbeitsplatz verloren. Bis dato haben mehr als fünfzig Hypotheken- firmen die Verrichtung ihrer Arbeit eingestellt. Unternehmen wie Lehman Brothers, HSBC oder auch die Capital One kündeten Massenentlassungen an. Auch viele Immobilienfirmen mussten unzählige Arbeitsplätze streichen.
Viele weitere deutsche Bankunternehmen gaben bekannt, ebenfalls Probleme durch die Immobilienkrise zu haben. Unter anderem teilte die HSH Nordbank der Öffentlichkeit mit, dass Investments von dreihundert Millionen Euro, die fremd gemanagt wurden. Chef dieser Bank Hans Berger sagt, man habe fünfzig Millionen Euro für die möglicherweise auftretenden Probleme hinterlegt. Die HSH Nordbank ist mit ca. 1,8 Milliarden Euro an den amerikanischen Immobilienmärkten beteiligt. Auch die Postbank ist in diese Krise verwickelt. Vorstandschef Wolfgang Klein rechnet mit Verlustrisiken im kleineren, zweistelligen Millionenbereich. Währenddessen reagiert die Sachsen LB mit der Entlassung von Vorstandsmitglied Stefan Leusder.
Experten warnen, dass die Finanzkrise auch vor deutschen Anlagen nicht Halt machen wird. Man solle aber als Anleger keine voreiligen Schlüsse daraus ziehen. Diese sind indes sauer und trauen ihren Geldanlagen nicht mehr. An dem einen Tag behaupten die Banken, man habe keinerlei Probleme und in der Woche darauf muss man finanzielle Unterstützung durch öffentliche Liquiditätshilfen annehmen. Diese Tatsache weckt das Vertrauen der Anleger in ihre Banken nicht unbedingt.
Die Smava GmbH ist das erste Online-Unternehmen, welches sich als ein ernsthaftes Unternehmen durchsetzen konnte. Sie vergibt Kredite zwischen Privatpersonen und hat nun vom Venture Capital Fonds „Earlybird“ vier Millionen Euro Venture Capital erhalten. Das Geld soll unter anderem dem Ausbau der Werbemaßnahmen und des Risikomanagements dienen. Außerdem soll die Weiterentwicklung der Auktionsplattform gefördert werden. Bei vielen Deutschen kommt der Erfolg dieses Kreditinstituts gar nicht gut an. Diese Kreditvermittlung ist in Deutschland noch nicht allzu bekannt, weshalb die Diskussionen in vielen Blogs zum Teil berechtigt ist.
Berichten zufolge hat der Geschäftsführer Alexander Artopé bekannt geben lassen, dass die Smava GmbH schon im ersten Monat Kredite im Gesamtwert von 60.000€ vermitteln konnte. Diese Summe ist sehr enttäuschend, wenn man bedenkt, dass dem Unternehmen dadurch, aufgrund der geringen Provision von einem Prozent, gerade einmal 600€ bleiben. Nichtsdestotrotz muss man dazu sagen, dass auch viele der marktführenden Unternehmen ganz klein angefangen haben.
Autofahrer dürften sich über den großen Einsatz des deutschen Automobilclubs sehr freuen. Der ADAC forderte Radarfallen und Starenkästen nur noch an Stellen aufzustellen, an denen eine besonders große Gefahr besteht. Den Kommunen gefällt dieser Vorstoß überhaupt nicht. Der Allgemeine Deutsche Automobilclub steht mit seiner Forderung allerdings nicht alleine. Auch die deutsche Polizeigewerkschaft legt offen ihre Meinung dar, die kommunalen Radargeräte abzubauen.
Grund für diese Standpunkte ist, dass diese Geräte der Verkehrssicherheit herzlich wenig dienen. ADAC und Polizeigewerkschaft hätten nichts gegen regelmäßige Kontrollen an Schulen und Kindergärten heißt es. Die beiden Parteien hielten nichts von der Aussage, die Radarfallen zu einem erzieherischen Zweck aufzustellen. Außer der Einbringung von Geldern in die Kassen der Städte und Kommunen bringe diese Maßnahme überhaupt nichts. Allerdings sehen sie ein, dass die mobilen Kontrollen, die durch die Polizei vorgenommen werden, aktive Aufklärungsarbeit betreiben.
Der deutsche Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen hält stark dagegen. Nur anhand der Kontrollen könne man die Unfallschwerpunkte ausmachen und einen Bereich als ehemaligen Unfallschwerpunkt einstufen. Außerdem habe die Polizei bei der Auswahl dieser Standorte mitgewirkt. Die Bezirksregierung hat sowieso in einem Urteil festgelegt, dass diese Radargeräte nur an Gefahrenstellen aufgebaut werden dürfen.
Der Experte Ferdinand Dudenhöffer, Geschäftsführer des B&D- Forecast- Institutes in Leverkusen, behauptet, dass die Deutschen mit ihren Autokäufern auf die falschen Autos bauen. Er meint, dass der Billigauto-Markt mehr gefördert werden müsse und behauptet zudem dass man bis 2015 etwa zehn Millionen dieser Wagen an den Mann bringen kann.
Die Automobilbranche lässt diesen Marktbereich vollkommen links liegen. Und das obwohl, diese Wagen, deren Finanzierungssumme unter zehntausend Euro liegt, in China, Osteuropa und Indien große Chancen haben.
Experten unterteilen die Preise für Billigautos in drei Klassen. Die höchste von ihnen liegt zwischen 7000 und 10000€, die zweite zwischen 5000 und 7000€ und die letzte Preisklasse beschreibt die Wagen, deren Preis unter 5000€ liegt. Die beiden letzteren Preisklassen würden sich, laut Dudenhöffer, auf dem internationalen Automobilmarkt behaupten können.
Für Opel und Volkswagen haben sich damit ihre Anstrengungen, ihre Wagen für Preise zwischen 7000 und 10000€ anzubieten und sich in diesem Preisbereich zu etablieren, nicht ganz gelohnt. Länder wie Indien, Thailand oder Mexico haben andere Ansprüche. Wenn sich die deutschen Automobilhersteller nicht bemühen, neue Fabrikate zu einem günstigen Preis zu vertreiben, profitieren die Länder aus Fernost am meisten.
Die Gewinne der Internetplattform und des Versteigerers E-Bay sind in dem ersten Quartal diesen Jahres höher ausgefallen, als das Unternehmen es selbst erwartet hätte. Aus diesem Grund wurden die Prognosen für den ganzen Jahresverlauf angehoben.
Auf dem Aktienmarkt ist, aufgrund der angestiegenen Auktionen in Übersee und den Erfolgen, die das Zahlsystem PayPal hervorgerufen hat, der Gewinn pro Aktie um 10 Cent auf 27 Cent zugenommen. Auch der Überschuss E-Bays hat sich unerwartet von knapp 250 auf rund 380 Millionen US Dollar verbessert. Die Aktie hatte sich nach dem regulären Handel zwar noch einmal Verluste gemacht, ist dann allerdings gleich wieder auf 35,44 Dollar angestiegen. Das bedeutet einen Anstieg von 2,87 Prozent.
Die neue Gesundheitsreform ist erst am 01. April diesen Jahres in Kraft getreten und schon ein paar Tage später will der erste Versicherungsanbieter eine Verfassungsklage einreichen. Vorstandsmitglied Wilfried Johannßen teilte der „Euro am Sonntag“ mit, dass die Allianz Private Krankenversicherung darüber nach denkt, ob sie binnen der laufenden Einjahresfrist gegen die neue Reform klagen soll.
Für die Vorbereitung dieser Klage benötige der Versicherungsanbieter allerdings noch einige Zeit. Eine endgültige Entscheidung, ob überhaupt eine Verfassungsklage erhoben wird, solle auch erst dann fallen, wenn man die Erfolgsaussichten geklärt hat. Grund für die harte Kritik an der neuen Gesundheitsreform liegt darin, dass die Allianz Private Krankenversicherung unzufrieden mit der Regelung des Basistarifs und mit der Steuerfinanzierung der Beiträge für Kinder in der GKV.