Deutsche Kapitalanleger umgehen die Anlage in Aktien
Deutsche Kapitalanleger interessieren sich, aufgrund der Turbulenz auf den Kapitalmärkten oder wegen der anstehenden Abgeltungssteuer, kaum noch für die Geldanlage in Aktien. Im zweiten Halbjahr des letzten Jahres, haben nur noch ca. 3,9 Millionen Deutsche in Aktien investiert. Die Zahl der deutschen Investoren war schon seit knapp zwölf Jahren nicht mehr so niedrig, so das Deutsche Aktieninstitut (DAI). Hinzu kommt, dass auch die Unruhen am US- Immobilienmarkt, dabei nicht unbedingt sehr förderlich gewesen sein dürften.
Aber auch die indirekten Aktienanlagen sind nicht sehr erfolgreich. Nur 7,9 Millionen deutsche Anleger haben – nach Aussagen der DAI – Anteile an Aktien- oder gemischten Fonds erworben. Immerhin ist diese Zahl nicht, wie im ersten Halbjahr von 2007, abgefallen. Verantwortlich dafür könnte die Tatsache sein, dass die drohende Abgeltungssteuer mehr auf die Direktanlagen, als auf Fonds, Bezug nimmt. Um das deutsche Anlageverhalten zumindest ein kleines bisschen zu verändern, sollte man versuchen, das Investieren in eine Aktie, zwecks der privaten Altersvorsorge, dem Kunden schmackhafter machen. So sollte man zum Beispiel die Doppelbesteuerungen abschaffen. Grund dafür ist, dass Deutschland es sich nicht erlauben kann, dass die Wertpapiere noch mehr an ihrer Akzeptanz verlieren.