Microsoft hat das Rennen um die Beteiligung an der Online- Kontaktbörse Facebook gegen Google gewonnen. Mark Zuckerberg, der Gründer von Facebook, darf sich nun über die Mitwirkung Microsofts mit 240 Millionen Dollar freuen. Bislang hatte sich Microsoft in den USA, nur in Form vom Verkauf von Werbung am Unternehmen beteiligt. Jetzt haben sie auch die Chance am internationalen Geschäft teilzuhaben. Aufgrund der rund 48 Millionen Nutzer kann Facebook unglaublich hohe Seitenbesuche vorweisen, die sich perfekt zur Anzeigenwerbung anbieten. Der Wert dieses Unternehmens liegt laut Spekulationen bei ca. 15 Milliarden Dollar. Diese Internet- Kontaktbörse konnte eine rasche Entwicklung vorweisen und ist dadurch zu einem großen Konkurrent für MySpace herangewachsen.
Die Bundesregierung und die deutschen Versicherungsanbieter debattieren momentan darüber, wie man den Kunden Vertriebskosten berechnet. Der Marktanführer Allianz besteht darauf, dem Kunden die Vertriebskosten, für Lebens- und Rentenversicherungen, in einer einmaligen Summe zuschreiben zu lassen. Diesen Vorschlag hatte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft gemacht. Besonders im Bundesarbeitsministerium ist man über diese Empfehlung nicht gerade sehr begeistert. Dieser sofortige Abzug ist beachtlich. Legt ein Kunde eine Summe in Höhe von 100.000€ an, bedeutet das für ihn, dass sofort 6000€ für die Vertriebskosten abgezogen werden. Demnach kann im ersten Jahr nur eine Verzinsung von 94.000€ vorgenommen werden. Über fünf Jahre verteilt, wären es 98.500€. Im ersten Halbjahr diesen Jahres haben Kunden 4,7 Milliarden Euro für diese Einmalbeträge bezahlt.
Einige andere Versicherungsgesellschaften möchten die Vertriebskosten über einige Jahre verteilen. Die Aachen- Münchener Leben möchte die Kosten über fünf Jahre hinweg verteilen. Dadurch berücksichtigen sie die das neue Versicherungsvertragsgesetz, welches diese Verteilung einplant. GDV und Allianz sind hingegen der Meinung diese Vorschrift besitze nur für Policen gegen laufenden Beitrag ihre Gültigkeit. Dadurch soll verhindert werden, dass der Kunde bei einer verfrühten Kündigung des Lebensversicherungsvertrags kaum etwas erstattet bekommt.
Das Bundeskriminalamt ließ verlauten, dass die Anzahl der Betrügereien im Kapitalanlagebereich 2006 im Vergleich zu 2005 um 70 Prozent angestiegen sind. Der Gesamtschaden beläuft sich auf eine halbe Milliarde Euro. Die Dunkelzahl der gesamten Schäden würde allerdings noch sehr viel höher liegen. Die Polizei ist sehr bemüht, um diese Anlagebetrügereien aufzudecken und kann eine unglaubliche Quote von 99,6 Prozent vorweisen. Leider bekommen aber trotzdem viele der Anleger ihr Geld nicht erstattet. Man muss also vorsorgen. Der Bundesverband deutscher Banken hat aus diesem Grund einige Dinge in einer Liste zusammengestellt, die man als Geldanleger beachten sollte.
Die erste Sache, bei der man aufpassen muss ist, wenn Anbieter ihre Kunden zuerst telefonisch kontaktieren. In so einem Fall darf man gar nicht erst auf das Gespräch eingehen. Ein großer Fehler, den Anleger machen können ergibt sich, wenn man auf eine Geldanlage mit riesigen Gewinnversprechen eingeht. Überdurchschnittlich hohe Renditen beeinflussen den Anleger in seiner Entscheidung. Daher heißt es als Tipp: Je höher die Renditeversprechen, desto größer die Gefahr eines Verlustes des Kapitals. Eine weitere Gefahr lauert, wenn die Anbieter eine hohe Provision verlangen. In so einem Fall haben die „Spezialisten“ mehr die eigene Gewinnbeteiligung im Sinn, als die des Kunden.
Misstrauisch sollte man auch dann werden, wenn der Sitz von Vertragspartnern oder Vermittlern im Ausland, besonders in exotischen Ländern liegt. Die Kunden können dann im Fall einer Kapitalbetrügerei kaum rechtliche Schritte einleiten und durchsetzen. Weiterhin sollte man als Anleger beachten, dass man sich mit Angeboten, die nur bei einem sofortigen Abschluss der Anlage hohe Gewinne versprechen, nicht ködern lässt. Dadurch hat der Sparer kaum eine Chance, das Angebot sorgfältig zu überprüfen und durchzurechnen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, kann man sich beim Deutschen Institut für Anlegerschutz eine detailliertere Checkliste einholen.
Mit so etwas haben die Hinterbliebenen und potenziellen Empfänger des Erbes von Pavarotti wohl nicht gerechnet. Der berühmte Opernsänger, der Anfang September seiner Krebserkrankung erlegen ist, hat seinen Erben 18 Millionen Schulden hinterlassen. Allein auf dem Konto des Tenorstars waren 11 Millionen Schulden zu finden. Hinzu müsse man die Schulden von noch nicht abbezahlten Darlehen rechnen, die gemeinsam etwa 7 Mio. Euro betragen. Der Anwalt von Pavarotti’s zweiter Ehefrau legt gegenüber der Zeitschrift „La Repubblica“ offen, dass diese Summe kein Wunder sei. Grund dafür ist, dass Pavarotti aufgrund seiner Krankheit teure, medizinische Behandlungen in Kauf nehmen musste und außerdem seiner künstlerischen Begabung nicht mehr nachgehen konnte.
Die Nachlassempfänger müssen sich allerdings keine großen Sorgen machen. Grund dafür ist, dass der Opernsänger noch kurz vor seinem Tod einen Fonds eingerichtet hat, der sich vor allem zum Vorteil seiner Frau Nicoletta Mantovani äußert. Sie erbt damit zum Beispiel seine Wohnungen in New York und zahlreiche Matisse- Gemälde. Alleine dieses Erbe kann einen Gesamtwert von 15 Mio. Euro aufweisen. Seine Töchter aus erster Ehe erben dagegen nur die Villa an der Adria und abgesehen davon ein Appartement in Monte- Carlo, zu welchem aber auch noch die Ehefrau und Witwe Mantovani Zutritt hat. Die Tageszeitung „La Repubblica“ vermutet, dass sich dieses Erbschafts- Chaos letztendlich vor dem Richter wiederfindet, da der Nachlass hauptsächlich aus Schulden besteht.
Das Bundesfinanzministerium gab bekannt, dass der Bund von seiner guten finanziellen Entwicklung durch Steuereinnahmen und die Konjunktur profitieren und somit seine Schulden unter die 14,4 Mrd. EUR Grenze bringen kann. Dafür müssten sich diese Entwicklungen allerdings auch im weiteren Verlauf diesen Jahres zeigen. Das bestätigt auch das Bundesfinanzministerium heute nach seinem Kabinettsbeschluss zum Nachtragshaushalt 2007. Zunächst ist das BMF davon ausgegangen, dass die Neuverschuldung des Bunds bei 19,6 Mrd. EUR liegt. Nun wurde die Neuverschuldung im heutigen Kabinettsbeschluss auf 14,4 Mrd. EUR herabgesetzt.
Die Kosten für die Lebenshaltung haben im September, aufgrund der enorm hohen Benzin- und Heizölpreise, nach zwei Jahren ihr Rekordhoch erreicht. Heute teilte das Statistische Bundesamt mit, dass die Lebenshaltungskosten im Vergleich zum vorigen Jahr durchschnittlich fast 2,4 Prozent höher lagen. Von Juli auf August betrug die Preissteigerungsrate noch 1,9% - von August auf September verteuerten sich die Preise um 0,1%.
Am meisten mussten Autofahrer für Benzin- und Dieselpreise bezahlen. Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 8,9% gestiegen. Die Teuerungsrate von Heizöl lag vor einem Jahr noch 3,1% tiefer und auch für Strom muss man mit 7,4% mehr, eine harte Verteuerung hinnehmen. Im Bereich der Lebensmittel mussten Kunden für Butter sogar 43,1% mehr bezahlen, als im Vorjahr. Für Vollmilch werden rund 13,5 Prozent mehr und für Brot und Getreidewaren 3,3% mehr verlangt. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der jährlich für europäische Länder errechnet wird, hat ergeben, dass die Verteuerung gegenüber zum letzten Jahr 2,7 Prozent betragen hat.
Das deutsche Lkw- Maut- System weckt bei einigen Ländern, wie zum Beispiel der USA, Ungarn oder der Slowakei großes Interesse. Vor allem Mary Peters, die US- amerikanische Verkehrs- ministerin, ließ es sich letzte Woche nicht entgehen, sich die Erläuterungen zu diesem Maut- System, vom deutschen Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee anzuhören.
Grund für die Aufklärung über dieses satellitengestützte System ist der, dass die USA eine Erhebung von Mautgebühren auf Fernverkehrsstraßen planen. Diese Straßen sollen allerdings nicht nur für Lkws mautpflichtig sein. Geplant ist die Einführung eines Systems, bei dem die Gebühren in den Hauptverkehrszeiten höher sind, als bei wenig Verkehr. Das deutsche Maut- System wäre mittlerweile im Stande dazu, diesen Entwurf in die Tat umzusetzen.
Die beiden weiteren Länder, Slowakei und Ungarn, haben ebenfalls die Absicht Autobahngebühren mit Satellitentechnik einzufordern. Zu diesem Zweck hat sich auch eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom beworben, da sie eines der Toll- Collect- Mitglieder ist.
Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat sich mit der Zusammenstellung eines neuen Bußgeldkatalogs vermutlich nicht sehr viele Freunde gemacht. Er hat die Strafen nicht gerade mäßig angehoben, sondern „schlägt“ gleich richtig zu. Nicht unbedingt zur Freude von Autofahrern, Automobilclubs und einigen seiner Politikerkollegen. Die letzteren haben vor allem Zweifel am erzieherischen Wert der Anhebung der Bußgelder. Mit dem Entwurf dieses neuen Bußgeldkatalogs hat Tiefensee für mächtig Aufruhr gesorgt.
Beispielsweise müssen Autofahrer, die mit einem Handy am Ohr erwischt werden, nicht mehr nur 40 Euro, sondern ganze 70 Euro bezahlen. Ganze 30 Euro mehr als zuvor muss man bezahlen, wenn man falsch parkt. Mit Einführung des neuen Bußgeldkatalogs muss man demnach 65 Euro Strafe zahlen. Insgesamt liegen die Erhöhungen der Bußgelder zwischen sechzig und einhundert Prozent. Ein großer deutscher Automobilclub ist der Meinung, dass der neue Bußgeldkatalog zur Belehrung dient. Ein vernünftiges Fahrverhalten erlerne man nicht durch die Zahlung von unmenschlichen Bußgeldern, so heißt es.