Die deutschen Lebensversicherer sollten sich so langsam aber sicher Gedanken darüber machen, wie sie den Kunden ihre Lebensversicherungen wieder schmackhaft machen können. Hauptsächlich sinken aber die Anfragen für die klassische Lebensversicherung. Bei sämtlichen neu abgeschlossenen Verträgen, machte diese Lebensversicherung nur knapp sechzehn Prozent aus. Vor einigen Jahren lag sie mit einem Anteil von 25 Prozent noch sehr weit oben. Mittlerweile allerdings liegt das Interesse der Kunden mehr beim Verkauf von Lebensversicherungen. Das Neukundengeschäft dieser Versicherungsanbieter läuft seit 2002 eher mäßig. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die Lebensversicherer noch feiern können. Damals zahlte man durchschnittlich noch knapp über tausend Euro pro Jahr in die Lebensversicherung ein. Heute liegt die Investitionshöhe bei nur noch 683 Euro. Allerdings schwanken diese Zahlen von Bundesland zu Bundesland. Auch die fondsgebundene Lebensversicherung ist auf dem absteigenden Ast. Sie macht mit knapp dreieinhalb Prozent das Ende dieser Skala aus. Fonds sind zum Zwecke der Altersvorsorge ohnehin im Allgemeinen eher unbeliebt.
Die US- amerikanische Immobilien- und Hypothekenkrise hat ihre Spuren hinterlassen. Viele Tausende Arbeiter haben durch sie ihren Arbeitsplatz verloren. Bis dato haben mehr als fünfzig Hypotheken- firmen die Verrichtung ihrer Arbeit eingestellt. Unternehmen wie Lehman Brothers, HSBC oder auch die Capital One kündeten Massenentlassungen an. Auch viele Immobilienfirmen mussten unzählige Arbeitsplätze streichen.
Viele weitere deutsche Bankunternehmen gaben bekannt, ebenfalls Probleme durch die Immobilienkrise zu haben. Unter anderem teilte die HSH Nordbank der Öffentlichkeit mit, dass Investments von dreihundert Millionen Euro, die fremd gemanagt wurden. Chef dieser Bank Hans Berger sagt, man habe fünfzig Millionen Euro für die möglicherweise auftretenden Probleme hinterlegt. Die HSH Nordbank ist mit ca. 1,8 Milliarden Euro an den amerikanischen Immobilienmärkten beteiligt. Auch die Postbank ist in diese Krise verwickelt. Vorstandschef Wolfgang Klein rechnet mit Verlustrisiken im kleineren, zweistelligen Millionenbereich. Währenddessen reagiert die Sachsen LB mit der Entlassung von Vorstandsmitglied Stefan Leusder.
Experten warnen, dass die Finanzkrise auch vor deutschen Anlagen nicht Halt machen wird. Man solle aber als Anleger keine voreiligen Schlüsse daraus ziehen. Diese sind indes sauer und trauen ihren Geldanlagen nicht mehr. An dem einen Tag behaupten die Banken, man habe keinerlei Probleme und in der Woche darauf muss man finanzielle Unterstützung durch öffentliche Liquiditätshilfen annehmen. Diese Tatsache weckt das Vertrauen der Anleger in ihre Banken nicht unbedingt.
Der Verkauf von Kreditkarten der ING-DiBa, den so genannten ING-Cards, lief bislang eher mäßig. Jetzt aber zeigt die ING-DiBa ihre Überlegenheit, indem sie ihren Kunden ein neues Angebot unterbreitet: Eine Partnerkarte zur normalen Kreditkarte, bei der man für jeden abgeschlossenen Umsatz von über zwanzig Euro, eine Gutschrift von 0,50 Euro erhält.
Vorteile hat dadurch natürlich jeder. Vor allem aber die, die ihre Kreditkarte sehr häufig einsetzen, um zum Beispiel Musik oder andere Artikel im Internet zu erwerben. Die zu zahlende Jahresgebühr von 18€ ist durch die kostenlose Partnerkarte fast schon reine Nebensache.
Das Angebot der ING-DiBa gehört aufgrund dieser Tatsachen zu einer der günstigsten auf dem deutschen Markt. Wenn man annimmt, dass der Kunde zehn Mal pro Monat mit seiner Kreditkarte zahlt, erhält er monatlich eine Gutschrift von 5€ pro Monat. Im Jahr würde er demnach eine Vergütung von 42€, abzüglich der Grundgebühr, erhalten. Wenn der Ehepartner mit der Partnerkarte genauso oft bezahlt, würde das eine jährliche Ersparnis von 102€ bedeuten, weil man für die kostenlose Partnerkarte keine Gebühren mehr bezahlen muss.
Die Mehrheit der deutschen Internet-Nutzer gebrauchen die Möglichkeit, um Bankgeschäfte online durchzuführen. Überweisungen, Kontostandinformationen oder auch der Abschluss von Daueraufträgen. All diese Möglichkeiten und noch vieles mehr, bieten die Banken heutzutage ihren Kunden. Die restlichen 10% der Internet-User meiden dieses Angebot, aus Angst vor einem Datenmissbrauch.
Am weitesten bekannt, ist das Phishing. Dieses Ausspionieren von Kontonummern, Passwörtern und den Transaktionsnummern stellt bei den meisten der Internet-User die größte Sorge dar. Trotz dieser Umstände nutzen ganze 96% der Online-Kunden immerhin gelegentlich die Internetportale ihrer Banken. Fast achtzig Prozent nehmen außerdem an, dass die Webportale ein weniger großes Risiko bergen, als die Software zur Kontoverwaltung, die von manchen Banken angeboten wird. Diese Vermutung ist eventuell nicht ganz richtig.
Die Sicherheit der Internetauftritte der Banken steht in den meisten Fällen außer Frage. Die Rechner der Nutzer dieser Internetportale müssen dies allerdings nicht zwingend vorzuweisen haben. Wenn der Computer eines Kunden mit einem Trojaner- Virus infiziert ist, kann es sein, dass die Zugangsdaten des Nutzers aufgezeichnet werden und diese Informationen an Dritte weitergeleitet werden. Diese Gefahr einem Trojanerangriff ausgesetzt zu sein, ist allerdings bei den Rechnern zu Hause nicht so hoch, wie beispielsweise in einem öffentlichen Internet- Café. Wer sich für eine höhere Sicherheit interessiert, sollte sich Gedanken über die Anschaffung einer Kontoführungs- software und außerdem eines Kartenlesegerät machen. Der Nachteil hieran ist, dass man für die Anschaffung dieses Gerät selbst aufkommen muss. Bislang nutzen erst knapp 13% diese Möglichkeit.
Wenn man ab 2009 in Aktienfonds investiert, muss man wissen, dass dann die Rendite nicht mehr so groß ausfällt, wie es heute der Fall ist. Grund dafür ist, dass der deutsche Staat die Gewinne mit einer Steuer in Höhe von 25% belegt hat. Rechnet man den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer dazu, kommt man sogar auf 28%. In diesem Moment kommt die Riester Rente ins Spiel. Obwohl sie sich sowieso schon immer größerer Beliebtheit erfreut, kann man ab 2009 auch noch von der Steuerfreiheit der Kursgewinne profitieren.
Hinsichtlich der neuen Steuerauflage wird vermutet, dass die Fondsgebundene Riester-Rente für die Deutschen ab dem übernächsten Jahr noch viel interessanter wird, da diese im Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit deutlich im Vorteil liegen. Demnach profitiert man dann durch den Abschluss einer Riester-Rente nicht nur von den Gewinnen der staatlichen Zulagen, sondern auch die Inanspruchnahme des Cost- Average- Effekts bei fondsgebundenen Sparplänen bietet einige Vorteile. Der Abschluss einer Riester-Rente bedeutet für den Versicherungsnehmer ohnehin kaum ein Risiko, allerdings wird die Sicherheit, die sich dadurch gibt, noch mehr verstärkt.
Das Bundeskabinett möchte heute das Aus der Lohnsteuerkarte besiegeln. Ab 2011 wird es keine Lohnsteuerkarte aus Papier mehr geben. Durch sie erhält der Arbeitgeber unter anderem sämtliche Informationen über Geburtsdatum, Anschrift, Steuerklasse, Freibeträge oder das zuständige Finanzamt. Das neue „ElsterLohn II“ soll dieses Verfahren ersetzen. Jeder Steuerzahler bekommt bald eine bundeseinheitliche Steuernummer, die ein Leben lang gültig ist. Die einzelnen Daten jedes einzelnen werden auf einer zentralen Datei gespeichert und somit wird die Lohnsteuerkarte unnötig. Dem Arbeitgeber wird einzig die Steuer-Identifikationsnummer und das Geburtsdatum mitgeteilt. Er kann dann beim Bundeszentralamt für Steuern in Bonn, die für die Lohnsteuer erforderlichen Daten, über den elektronischen Weg einholen. Eigentlich eine gute Sache, wäre da nicht die Sorge, dass ein Missbrauch unserer Daten – rein theoretisch – möglich ist.